Erster 'Global Terrorism Index' wird ver�ffentlicht

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LONDON, UNITED KINGDOM -- (Marketwire) -- 12/04/12 -- Die Anzahl der terroristischen Vorf�lle hat praktisch jedes Jahr seit den Terroranschl�gen vom 11. September zugenommen. Dies geht aus dem Global Terrorism Index (GTI) hervor, der heute vorgestellt wurde. Die Anzahl der terrorbedingten Todesf�lle ging jedoch seit 2007 um 25% zur�ck, was zeitlich mit der Deeskalierung des Irak-Kriegs zusammenf�llt. Dennoch war der Irak auch 2011 weiterhin das Land mit der gr��ten Wahrscheinlichkeit, das Ziel von Terroranschl�gen zu werden. W�hrend der letzten 10 Jahre verzeichneten der Nahe und Mittlere Osten und Nordafrika die gr��te Anzahl an Todesopfern durch Terrorattacken, knapp gefolgt vom asiatisch-pazifischen Raum.

Der GTI wird vom Institute for Economics & Peace (IEP) erstellt und ist der erste Index, der L�nder nach den Auswirkungen des Terrorismus einordnet und die damit verbundenen wirtschaftlichen und sozialen Dimensionen analysiert. Der Index basiert auf der Global Terrorism Database, die vom National Consortium for the Study of Terrorism and Responses to Terrorism (START) mit Sitz an der University of Maryland zusammengestellt und gepflegt wird.

Der Index bewertet 158 L�ndern �ber die letzten 10 Jahre unter Einbeziehung einer Reihe von Indikatoren. Hierzu wird u.a. die Anzahl terroristischer Zwischenf�lle, der Todesopfer, Verletzten und Sachschaden ber�cksichtigt. Der GTI analysiert noch viele weitere Faktoren und hat festgestellt, dass auch Kriterien wie die Koh�sion zwischen Gruppen, Menschenrechte, Gruppenkonflikte, Korruption und Regierungsf�hrung mit dem Ph�nomen des Terrorismus in Verbindung stehen.

�berraschenderweise sind L�nder mit niedrigen Einkommen weniger vom Terrorismus betroffen als L�nder mit niedrigen mittleren Einkommen. Dies bedeutet, dass Armut nicht notwendigerweise ein Hauptgrund f�r Terrorismus ist. Die Zivilbev�lkerung und Immobilien sind die h�ufigsten Ziele des Terrorismus, w�hrend milit�rische Einrichtungen nur in 4% der Terrorangriffe das Ziel darstellen. Die USA, Algerien und Kolumbien haben in den letzten 10 Jahren die gr��ten Fortschritte gemacht.

Die meisten Terrorattacken finden in einer umfassenderen Konfliktsituation statt. Der Index zeigt, dass der Anstieg des globalen Terrorismus erst nach der Eskalation des Irak-Kriegs einsetzte. Danach folgten weiter zunehmende Terrorwellen in Afghanistan und dann 18 Monate sp�ter in Pakistan.

"Der Terrorismus ist eines der emotionalsten Themen unserer Zeit. Die Auswirkungen des Terrorismus scheinen sich in den letzten drei Jahren eingependelt zu haben, sie sind jedoch immer noch unzumutbar hoch. Der GTI verfolgt das Ziel, dieses Ph�nomen systematisch zu analysieren und zu quantifizieren", erl�uterte Steve Killelea, Vorsitzender des IEP. "Der GTI untersucht Trends, um einen informierten Beitrag f�r eine positive und zweckm��ige Debatte �ber die zuk�nftige Entwicklung des Terrorismus und angemessene politische Antworten zu leisten."

In der Dekade seit den Terroranschl�gen vom 11. September 2001 hat die Zahl der Todesopfer von Terroranschl�gen um 195% zugenommen, die Zahl der Terrorvorf�lle stieg um 460% und die der Verletzten um 224%. Interessanterweise entfallen auf die sieben L�nder, die seit 9/11 am meisten Todesopfer durch Terrorattacken verzeichnet haben, fast drei Viertel aller Todesf�lle in dieser Zeitspanne, wobei die irakische Bev�lkerung die meisten Terroropfer zu beklagen hat.

Die im Jahr 2011 am meisten von Terrorakten betroffenen Regionen waren der Nahe und Mittlere Osten, Indien, Pakistan und Russland. Hier z�hlte man 2011 insgesamt 7473 Todesopfer, 25% weniger als 2007.

"Ich begr��e die Einf�hrung des Global Terrorism Index", erkl�rte der Abgeordnete Khalid Mahmood, Vorsitzender des Allparteienausschusses f�r Terrorbek�mpfung des britischen Parlaments. "Der Index verspricht, sich als ein n�tzliches Instrument f�r die politischen Entscheidungstr�ger in ihren Bem�hungen zur Terrorbek�mpfung zu erweisen."

Nordamerika wird h�ufig als eines der Hauptziele von Terrorangriffen wahrgenommen, tats�chlich ist es jedoch die Region, die mit der geringsten Wahrscheinlichkeit von Terrorattacken betroffen ist: Die sogenannte Fatalit�tsrate liegt hier 19 Mal niedriger als in Westeuropa. Die USA verzeichneten von 2002 bis 2011 die gr��te Verbesserung im GTI-Wert. Das Land fiel im Index vom ersten auf den 41.Platz zur�ck, da die Auswirkungen von 9/11 an Einfluss auf den Index verlieren.

Killelea betonte abschlie�end: "Der GTI hebt hervor, dass viele L�nder, die am meisten unter dem Terror leiden, auch unter ausl�ndischen Milit�rinterventionen leiden oder gelitten haben. Obwohl die 'Verantwortung zum Schutz' Priorit�t hat, ist Vorsicht hinsichtlich unerw�nschter Folgen angezeigt. Ich rufe die politischen Entscheidungstr�ger dazu auf, die Ergebnisse dieses Berichts zu ber�cksichtigen, um die Strategien zur Terrorbek�mpfung neu zu gestalten und den Fokus verst�rkt auf den Frieden auszurichten."

HINWEIS F�R REDAKTEURE

Den vollst�ndigen GTI-Bericht und die interaktive Karte finden Sie unter: www.visionofhumanity.org

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�ber das Institute for Economics & Peace (IEP):

Das Institute for Economics and Peace ist ein internationales gemeinn�tziges Forschungsinstitut, das sich um die Ausrichtung der weltweiten �ffentlichkeit auf Frieden als positive, erreichbare und sp�rbare Ma�nahme menschlichen Wohlstands und Fortschritts bem�ht.

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